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Review: kulturnews - "The best low-priced Heartbreakers you can own." · 01/09/2008

Selbst international hat die leise Musik niemanden zu bieten, mit dem es Patrick Zimmer alias Finn. nicht aufnehmen könnte. Nach zwei Alben bei einer Winzfirma wechselt er nun zum größeren Label und fährt ein bombastisches Konzeptalbum auf. Wie beim klassischen Drama teilt er es in fünf Akte; da darf er natürlich keine Synthiestreicher verwenden. Und so hat Finn. die Maschinen verbannt und Pauken, Kontrabass, Geigen und Posaunen herbeigeschafft. Nach einem Atemzug als Prolog folgen sensibel arrangierte Miniaturen, die sich manchmal in sphärischer Weite verlieren, um plötzlich überraschende Haken zu schlagen. Finn. kämpft mit seinen Helden um die Liebe und gegen das Schicksal, singt seine melancholiegetränkten Melodien teils mit Kopfstimme. Plötzlich stehen inmitten all dieser Fragilität Hymnen wie “Julius Caesar” und “In the Wake of …”, die alles wegzublasen vermögen. Am Ende warten aber doch – wie beim klassischen Drama – Tod und Tragödie, und beim wunderschönen Epilog “For Mona” fließen Tränen. (cs)

from: Kulturnews., September 2008